Schwangerschaft, Mutterschutz und Elternzeit


Was kosten sie den Arbeitgeber?

Wenn eine Mitarbeiterin ihrem Vorgesetzten mitteilt, dass sie schwanger ist, oder ein Mitarbeiter seinem Chef sagt, dass er Vater wird, fragt sich wohl jeder Arbeitgeber, der zum ersten Mal in diese Situation kommt, was ihn das eigentlich kostet. Wir haben die wesentlichen Fakten dazu auf einer Seite übersichtlich zusammengestellt.

Individuelles Beschäftigungsverbot

Mutterschutz = Mutterschaftsurlaub
(6 Wo. vor + 8 bzw. 12 Wo. nach Geburt)

Elternzeit

 Mutterschutzlohn

 Mutterschaftsgeld

Zuschuss

Elterngeld

Arbeitgeber zahlt an Mutter:

  • durchschnittliches Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor Eintritt der Schwangerschaft
  • Lohnerhöhungen sind grds. zu berücksichtigen
  • Jahressonderzahlungen sind ebenfalls zu gewähren, soweit die Voraussetzungen vorliegen
  • für Einzelheiten siehe
    §18 MuSchG
Arbeitgeber zahlt an Mutter:

  • Differenz zw. 13 € und dem durchschnittlichen Nettoarbeitsentgelt der letzten 3 abgerechneten Kalendermonate vor Beginn der Schutzfrist
  • für Einzelheiten siehe
    §20 MuSchG
Arbeitgeber zahlt nichts!
Krankenkasse erstattet dem Arbeitgeber:

Krankenkasse zahlt an Mutter:

  • wenn Mutter gesetzlich
    krankenversichert ist:
    das durchschnittliche Nettoarbeitsentgelt der letzten 3 abgerechneten Kalendermonate vor Beginn der Schutzfrist, höchstens aber 13 € / Kalendertag

Bundesversicherungsamt zahlt an Mutter:

  • wenn Mutter nicht gesetzlich
    krankenversichert ist:
    max. 210 € / Monat
    für Einzelheiten siehe
    §19 MuSchG / §24 i SGB V
Krankenkasse erstattet dem Arbeitgeber:

Elterngeldstelle an
Mutter/Vater:

  • 65-100 % des Nettoentgelts vor Geburt des Kindes
  • Minimum 300 €, Maximum 1.800 € pro Monat
  • Einkommen während EltZ senkt Berechnungsgrundlage Elterngeld; ab 2.770 € netto Elterngeld Null
  • ein Monat Elterngeld ≙ zwei Monaten Elterngeld Plus
  • für Einzelheiten siehe §2 BEEG
Ansprechpartner: Sabine Feindura & Lukas Stähler
Stand 29.10.2018

 

Tags: #Arbeitsrecht

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