Dr.Hannes Hartung

Profil

Dr. Hannes Hartung ist Rechtsanwalt und Partner bei Buse Heberer Fromm.

Er wurde 2002 in Stuttgart als Rechtsanwalt zugelassen und sodann 2004 an der Universität Zürich zum Thema „Kunstraub in Krieg und Verfolgung“ promoviert. Seine Dissertation wurde mehrfach (auch im Ausland) akademisch rezensiert und im Jahre 2007 mit dem Carl-Sonnenschein-Preis ausgezeichnet.

Dr. Hartung verfügt über die theoretischen Kenntnisse der Fachanwaltslehrgänge für Steuerrecht und für Urheber- und Medienrecht, die er mit jährlichen Fortbildungen auf Stand hält. Neben den theoretischen Kenntnissen des Fachanwalts für Erbrecht hat er auch die Ausbildung zum Testamentsvollstrecker (AGT) erfolgreich absolviert.

Dr. Hartung wird für das Jahr 2016 als Global Law Expert für den Bereich Art Law Germany empfohlen und ausgezeichnet.

2011 wurde er als Mediator for Art and Cultural Heritage in die internationale Liste der ICOM (Internationaler Museumsbund) und WIPO (World Intellectual Property Organization) aufgenommen.

2016 wurde Dr. Hartung ordentliches Mitglied der weltweiten Society of Trust and Estate Practicioners in London und von ihr zum Trust and Estate Practicioner (TEP) ernannt.

Er vertrat und vertritt bekannte kunstrechtliche Fälle, so u.a. die Sammlung von Cornelius Gurlitt (so genannter „Schwabinger Kunstfund“), die Stadt München in der Diskussion um die „Sumpflegende“ von Paul Klee im Lenbachhaus, die ehemalige Besitzerin des „teuersten Teppichs der Welt“ und Künstler der East Side Gallery. Vor kurzem konnte RA Dr. Hartung die Eintragung von 524 Grafiken von Otto Dix aus der George Economou Collection in die Liste national wertvollen Kulturgutes verhindern.

Weitere anwaltliche Schwerpunkte:

  • Spezialist für Urheber- und Medienrecht (Fachanwaltslehrgang erfolgreich absolviert)
  • Experte für Vermögensnachfolge und Stiftungsrecht (Fachanwaltslehrgang im Erbrecht erfolgreich absolviert)
  • Experte für Gemeinnützigkeits- und Erbschaftssteuerrecht (Fachanwaltslehrgang im Steuerrecht erfolgreich absolviert)
  • Restitution
  • Denkmalschutz
  • Stiftungsrecht, Gemeinnützigkeitsrecht
  • jeweils mit allen steuerlichen Bezügen

Aktuelle Portraits über Dr. Hannes Hartung gibt es von der dpa (erschienen u.a. in der Abendzeitung und DER WESTEN) und in der Berliner Zeitung.

Dr. Hartung ist häufig gefragter Experte in Fernsehen und Radio (ARD Morgenmagazin, Menschen der Woche, BR, SWR etc.)

Eine ausführliche Expertise mit Beschreibung meiner Schwerpunktthemen finden Sie unter diesem Link.

Mitgliedschaften

Monographie

„Kunstraub in Krieg und Verfolgung“, Dissertation an der Universität Zürich 2004 bei Prof. Dr. Kurt Siehr, M.C.L., veröffentlicht bei den Schriften zum Kulturgüterschutz, de Gruyter Recht, Berlin 2005, Ausführliche Rezensionen zu diesem Werk:

  • Dr. Michael Franz, Kunstrecht und Urheberrecht, Heft 6/ 2005, S. 191
  • Dr. Elena Syssoeva, Kunst im Krieg, osteuropa Recht, 2006, S. 479-481
  • Prof. Dr. Joachim Gruber, Hochschule Leipzig, Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, 2006, Band 66 Nr. 2, S. 516-519
  • Dr. Sebastian Harter-Hartmann, Durham Universität, England, in: International Criminal Law Review 6: pp. 147–149, 2006 (auf englisch)

 

Fachartikel

(deutsch und englisch) –gemischter Auszug–

  • Kunst oder Krempel, Gastbeitrag im Handelsblatt, Ausgabe 14. April 2016, S. 25
  • “International Law Seminar in The Hague: Resolution of Cultural Property Disputes“, Conference Scene des International Law Forum, Kluwer Law International 2003
  • “The Holocaust and World War II Looted Art: Arbitrated between Great Dreams and Reality“, Peace Palace Papers Volume 7,  Kluwer Law International 2004
  • „Praeda bellica in bellum justum? The legal development of war-booty from the 16th century to date: A chance of bettering museum practice?”, Key note pp. 25-35, in: War booty,  A common European Cultural Heritage, Stockholm, Sweden, 2009
  • „Die Restitution der Raubkunst in Europa – Eine rechtsvergleichende Bestandsaufnahme”, in: Julius Schoeps/Anna-Dorothea Ludewig, „Eine Debatte ohne Ende? Raubkunst und Restitution im deutschsprachigen Raum“, (einschließlich Redaktion der Anhänge und des Literaturverzeichnisses)
  • Neuauflage des vorgenannten Beitrags  unter dem Titel (Berlin 2014):
    Die Restitution der Raubkunst in Deutschland und in europäischen Mitgliedsstaaten am Beispiel der Berliner Straßenszene und der Sammlung Gurlitt
    Eine rechtsvergleichende Retrospektive im Schnittpunkt zwischen Recht, Medienmacht und Moral
  • Ein Problem und seine Erben, Feuilleton in DIE WELT vom 26.11.2014
  • Sammlung Gurlitt: Zahlt das Kunstmuseum Bern Erbschaftssteuer, in DER TAGESSPIEGEL vom 3. Mai 2015
  • Autor des Fachkapitels „Kunstrecht“ im Münchener Vertragshandbuch (C.H. Beck)
    Wirtschaftsrecht II, Band 3, 2015

 

Rezensionen

  • Ebling/Schulze: Kunstrecht (Handbuch), in: NJW 2007, S. 2975
  • Fischer/Reich: Der Künstler und sein Recht, in: NJW 2008, S. 740
  • Nix/Hegemann/Hemke, Normalvertrag Bühne, Handkommentar, NZA aktuell 2009, Heft 7, S. XX

 

Vorträge

 

Sonstiges

  • Lehraufträge an Universitäten seit 2006: Von 2006 bis 2011 lehrte Rechtsanwalt Dr. Hartung internationales Kunst- und Kulturrecht für die Kulturwirtschaft am Department Kunstwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München.
  • 2016 nimmt er wieder einen Lehrauftrag an der LMU München an.
  • Seit 2010 ist RA Dr. Hartung als Universitätslektor der Karl-Franzens-Universität Graz, seit 2014 an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der FernUniversität in Hagen als Lehrbeauftragter mit Prüferbestellung -z.B. für Bachelorarbeiten- berufen.
  • Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 28. Dezember 2015 über Rechtsanwalt Dr. Hannes Hartung:
    Hannes Hartung wiederum ist ein Jurist, dessen Name sonst mit weit spektakuläreren Fällen als jenem der … in Verbindung steht: Der Münchner NS-Raubkunst-Experte war der erste Anwalt, der Cornelius Gurlitt juristisch vertreten hat, er vertritt derzeit eine Gruppe von Nazi-Opfern, die erreichen möchte, dass in der bayerischen Landeshauptstadt künftig zum Gedenken auch Stolpersteine verlegt werden dürfen. Und erst kurz vor Weihnachten hat Hartung im Zusammenhang mit der Rückgabe einer Diana-Büste an die Republik Polen von sich reden gemacht. Die Marmorbüste aus dem Lazienki-Palast, ein seit den Fünfzigerjahren gesuchtes Beutekunst-Objekt, war vor wenigen Wochen aus Privatbesitz auf dem Wiener Kunstmarkt aufgetaucht.